VQC - Der Experte für Qualität beim Hausbau

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VQC bietet Sicherheit - © VQC
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Beim Neubau: Fehler bei der Bauplanung vermeiden

PRESSEMELDUNG – März 2016

Göttingen, 02. März 2016, vz. Die Zeiten, in denen man spontan während der Bauphase die Bauplanung verändert, sind definitiv vorbei. Darauf weist Udo Schumacher-Ritz, Vorsitzender des Vereins zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. (Göttingen) hin. Den Grund dafür sieht Schumacher-Ritz vor allem darin, dass die Abläufe beim Bau eines Ein- und Zweifamilienhauses immer komplexer werden und die Bauplanung nicht mehr an erster Stelle vom Architekten, sondern mittlerweile vom Energieberater im Wesentlichen vorgegeben wird. „Das ist eine Entwicklung, die sich in den letzten Jahren auf Grund der immer strenger werdenden energetischen Standards etabliert hat“, so Schumacher-Ritz.

Im Klartext: Vor Beginn der Baumaßnahmen berechnet der Energieberater den zu erwartenden Energiestandard des neuen Ein- oder Zweifamilienhauses und kann dann einen entsprechenden Energieausweis ausstellen. „Ein auch nur minimales Abweichen von der Bauplanung hat mitunter gravierende Auswirkungen auf die Wärmeschutzberechnung, im Zweifelsfall muss diese dann nochmals mit großem Aufwand durchgeführt werden“, so Schumacher-Ritz.

Folgende Gewerke müssen nach Erfahrung des VQC besonders genau geplant werden: Bauherren müssen sich im Vorfeld exakt über die Fensterplanung im Klaren sein. Spontane Änderungen der Fensterflächen oder der Anzahl der Fenster werfen die gesamte Wärmeschutzberechnung über den Haufen und haben mitunter gravierende finanzielle Auswirkungen.

Exakt geplant werden muss ebenso die Heizungsanlage mitsamt Warmwasserleitungen. Steht einmal diese Planung, sind auch hier spontane Änderungen nur noch mit einem großen Aufwand möglich. Das schließt besonders eine exakte Planung von Küche und Bad mit ein. In diesem Bereich ist es mitunter nicht mehr möglich, im Nachgang Waschbecken etc. zu verlegen, ohne dass sich die Gesamtlänge der Warmwasserleitungen und damit auch die Berechnung der Energiebilanz. Mitunter sind aus Gründen des Komforts bei größeren Distanzen auch Zirkulationsleitungen nötig, damit in relativ kurzer Zeit (max. drei Liter Durchlauf von kaltem Wasser, bis warmes Wasser aus der Leitung kommt). Diese Zirkulationsleitungen benötigen deutlich mehr Energie und vermiesen somit ebenfalls die Energiebilanz. „Eine Zirkulationsleitung macht es schwierig, den geforderten KfW-Standard zu erreichen“, so Schumacher-Ritz.

Unbedingt bedacht werden muss bei der Planung der Küche, dass die Dunstabzugshaube die Abluft nicht nach außen geführt wird. „Eine moderne Abzugshaube befördert ca. 300 bis 500 Kubikmeter Luft in der Stunde nach draußen. „Dieses gefährdet das gesamte Energiemanegement eines modernen, energieeffizienten Wohnhauses“, sagt Schumacher-Ritz weiter. Moderne Heizungen schaffen es meist nicht, in relativ kurzer Zeit, den nötigen Temperarturausgleich herzustellen. Die Folge: Die Behaglichkeit bleibt auf der Strecke.

Problematisch kann es zudem bei der Kombination von Dunstabzugshaube und einem Kaminofen oder einer offenen Feuerstelle werden. Da die Feuerstelle die Luft aus dem Raum zieht, kann in Kombination mit der Dunstabzugshaube ein Unterdruck entstehen. Die Folge: Giftige Gase können in den Wohnraum gelangen. Die Lösung: Bei der Planung sollte an eine Magnetsteuerung im Fenster gedacht werden. Dies bewirkt, dass die Dunstabzugshaube nur eingeschaltet werden kann, wenn das Fenster in Kippstellung steht. „So kann einfach und wirkungsvoll verhindert werden, dass ein gefährlicher Unterdruck entstehen kann“, sagt Schumacher-Ritz.

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