free web hit counter

VQC - Experten für Qualität beim Hausbau

Experten
für Qualität
beim Hausbau

einbruchsicherung_polizeiliche-kriminalpraevention_vqc_schmal
einbruchsicherung_polizeiliche-kriminalpraevention_vqc_schmal

Einbrüche verhindern – aber wie?!

Die drei Bereiche der Einbruchsicherung

Ein Einbruch im Eigenheim ist eine heikle Sache. Meist entsteht nicht nur ein materieller, sondern auch ein psychischer Schaden bei den Betroffenen. Ganz sicher macht es Sinn, sich einmal grundlegend mit dieser Thematik zu beschäftigen. Sicherheit beim Eigenheim ist nicht nur im Kontext der Bauqualität wichtig, mit der sich die VQC-Bausachverständigen beschäftigen. Ein Ansprechpartner für die Qualität von Einbruchsicherheit ist z.B. der Präventionsberater Ihrer Polizei. Zu diesem Thema haben wir im Folgenden einige Hintergrundinformationen und Tipps für Sie vorbereitet.

Laut Statistik gab es im Jahr 2017 einen Rückgang der Wohnungseinbrüche um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Das klingt zwar gut, aber 116.000 Einbrüche (lt. Statista) sind immer noch eine gravierende Menge. Dies gilt insbesondere, wenn man bedenkt, dass die betroffenen Familien mit erheblichen finanziellen und – was gern unterschätzt wird – psychischen Folgen zu kämpfen haben. Der Schock sitzt meist tief. Und wenn die Privatsphäre erst einmal so massiv verletzt wurde, wird es schwer, das alte Sicherheitsgefühl zurückzugewinnen.

Deutschlandweit entsprach die genannte Zahl übrigens 141 Einbrüchen pro 100 TSD Einwohner (lt. Statista). Im Ranking der Bundesländer liegen die Stadtstaaten erwartungsgemäß ganz vorne: In Bremen gab es im Jahr 2017 immerhin 385 Einbrüche. Am anderen Ende der Skala liegt Bayern mit gerade mal 47 Einbrüchen pro 100 TSD Einwohnern.

Die gute Nachricht: Laut Augsburger Allgemeine scheitert heute jeder zweite Einbruchsversuch. Und das lässt sich auf eine bessere Sicherung der Häuser und Wohnungen zurückführen. Für einfache Umbauten oder zusätzliche Verriegelungen gibt es inzwischen auch staatlicher Zuschüsse über die KfW. Außerdem können 20 Prozent der Handwerkerkosten für entsprechende Maßnahmen – maximal jedoch 1.200 Euro per anno – in die Steuererklärung eingetragen werden.

Wie auch immer die Zahlen im Detail aussehen; es ist ganz sicher sinnvoll, sich mit dieser Thematik einmal grundlegend auseinanderzusetzen. Was können Sie also tun, um Ihr Eigenheim besser zu schützen.

einbruchsicherung_2_polizeiliche-kriminalpraevention_vqc-schluessel

Grundlegende Maßnahmen

Im Prinzip gibt es drei wesentliche Bereiche, um Ihr Eigenheim zu sichern: Mechanische Sicherungstechniken, elektronische Sicherheitsvorkehrungen und außerdem verschiedene grundlegende Verhaltensregeln.

Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen sind sehr wirkungsvoll und machen es für Einbrecher bedeutend schwerer, in eine Wohnung einzudringen. Dies gilt ganz besonders, wenn es sich um spontane Gelegenheitseinbrüche handelt. In diese Kategorie fallen einbruchhemmende Schließsysteme, Sicherheitsbeschläge und Riegel für Fenster und Türen, einbruchhemmende Jalousien, Zaun- und Toranlagen etc.

Zu den elektronischen Sicherheitsvorkehrungen gehören verschiedene Formen von Alarmanlagen, Kameraüberwachung, Bewegungsmelder, Flutlichtanlagen, Anwesenheitssimulation etc. Diese Maßnahmen lassen sich z.B. gut in ein Smart-Home-Konzept einbinden und dann auch aus der Ferne steuern. Kamerasysteme haben nicht nur eine abschreckende Wirkung, sondern machen auch gleich eine Aufzeichnung des Einbruchsversuches, die bei der Tätersuche wertvolle Hilfe leisten kann.

Auch durch Ihr Verhalten können Sie Einbruchsversuche von Anfang an vereiteln oder dafür sorgen, dass diese erst gar nicht stattfinden. Dabei handelt es sich eigentlich um ganz einfache Regeln, die aber oftmals nicht eingehalten werden, da man nicht wirklich mit dem Schlimmsten rechnet. Schließen Sie immer Türen und Fenster, wenn Sie das Haus verlassen. Ein Polizist sagte dazu einmal: Ein gekipptes Fenster oder eine nicht abgeschlossene Türe bedeuten für einen Profi mehr oder weniger ein „offenes Haus“.

Drücken Sie nicht einfach den Türöffner, wenn es klingelt, sondern nutzen Sie die Gegensprechanlage. Lassen Sie nicht gerade eine Leiter an der Hauswand stehen. Das könnte wie eine Einladung zur Kletterpartie wirken. Wenn Sie längere Zeit weg sind, stellen Sie sicher, dass Ihr Briefkasten nicht überquillt. Nutzen Sie eine Zeitschaltuhr zur Steuerung von Zimmer-Lampen, um Ihre Anwesenheit zu simulieren. Und last but not least: Vereinbaren Sie mit Ihren Nachbarn, dass man die Eigenheime gegenseitig im Auge behält.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann denken Sie über eine schlüssige Kombination aller drei Bereiche nach. Manche Maßnahmen lassen sich einfach umsetzen bzw. nachrüsten, bei anderen wir es kompliziert bzw. teuer. Entwickeln Sie Ihr individuelles Konzept für kurzfristige Maßnahmen, und investieren Sie einige Gedanken in die Frage, wie Sie Ihr Eigenheims in Zukunft Schritt für Schritt weiter absichern können.

Rund 50 Prozent aller Mieter und Eigentümer investieren (lt. einer Umfrage der Initiative „Zuhause sicher“) etwa 4.000 Euro, um ihr Haus oder Ihre Wohnung mit entsprechenden Standards zu sichern. Dabei stellt sich auch die Frage nach dem Zeitpunkt: Oftmals kommt eine Nachrüstung von Fenstern und Türen teurer als wenn diese z.B. im Zuge eines Umbaus oder einer Renovierung komplett ausgetauscht werden. Hier gibt es von der KfW auch Programme, die Einbruchsicherung und energetische Sanierung kombinieren. Wenn Sie einen Neubau planen, können Sie gleich von Anfang an über ein entsprechendes Sicherheitskonzept nachdenken und Ihr Eigenheim damit ausstatten.

Präventionsberatung der Polizei

Ganz sicher lohnt es sich auch, die kostenlose und produktneutrale Präventionsberatung der Polizei in Anspruch zu nehmen. Entsprechende Beratungsstellen sind bundesweit zu finden. Interessante Broschüren mit praktischen Tipps der Polizei zur Einbruchsprävention finden Sie außerdem auf dem Portal polizei-beratung.de

Bildquelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes www.k-einbruch.de

Weiterführender Links:
www.zuhause-sicher.de
www.k-einbruch.de
www.polizei-beratung.de

Das könnte Sie auch interessieren